Die Variationsbreite von Georg Saldens Schriftentwürfen zeigt sich nicht zuletzt an der sehr technischen Carree. Salden hat immer wieder betont, wie wichtig ihm die geschriebene Schrift ist. Er ist ein ausgezeichneter Kalligraf, und viele seiner Entwürfe leiten sich direkt aus der geschriebenen Form ab. Trotzdem scheut er es nicht, sich radikal davon zu lösen. Für Salden unterliegt eine Satzschrift nicht den Bedingungen der Schreibschrift. Sie kann frei davon gestaltet werden. Sie folgt eigenen Regeln, die sich in der langjährigen Geschichte der Druckschriften herausgebildet haben. Deren Ziel ist optimale Lesbarkeit. Und so ist Salden bei aller Experimentierfreude stets darauf bedacht, dass seine Schriften auch in kleinen Graden lesbar bleiben.
Die äußeren Linien der Carree sind eckig, die inneren hingegen rund. Weitere Merkmale sind die schrägen Einschnitte (z.B. bei B, G, U, a, b, g und n) und die schrägen Enden bei J, Y, j und y.
Es exisitiert auch eine Outline-Version der Carree.

Carree ist eine Weiterentwicklung von Georg Saldens Schrift Angular, die er 1973 entworfen hat und damals in vier Schriftschnitten bei Visual Graphics (VGC) erschien.
Anwendungsbeispiele der Schrift Angular